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1514

1514

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Geheime Bauernbünde (Armer Konrad) erheben sich gegen ihren Unterdrücker Herzog Ulrich von Württemberg
- Baubeginn der Fuggerei
- Sultan Selim I. besiegt den Safawiden-Schah Ismail von Persien in der Schlacht von Tschaldiran (Siehe auch Osmanisches Reich)
- Ulrich von Hutten kehrt nach Deutschland zurück

Kultur


- Albrecht Dürer schafft seinen Kupferstich Melencolia I

Geboren


- 1. Januar: Andreas Vesalius, belgischer Anatom und gilt als Begründer der neuzeitlichen Anatomie sowie des morphologischen Denkens in der Medizin († 1564)
- 6. April: Joachim Mörlin, Theologe, Pfarrer und Reformator († 1571)
- 13. August: Joachim Mynsinger von Frundeck, Jurder Humanistenzeit († 1588)
- Philipp von Mecklenburg, († 1557)

Gestorben


- 9. Januar: Anna von Bretagne, Königin von Frankreich (
- 1477)
- 11. März: Bramante, italienischer Baumeister (
- 1444)
- 28. November: Hartmann Schedel, deutscher Historiker (
- 1440)
- Yotchiengrai, König von Lan Na
- Georg Glockendon, Buchmaler aus Nürnberg
- Alexander von Pfalz-Zweibrücken ko:1514년 simple:1514

Kategorie:1514



Armer Konrad

Geschichte

Als Armer Konrad (auch Armer Kunz) bezeichneten sich die geheimen Bauernbünde, die sich 1514 gegen ihren Unterdrücker Herzog Ulrich von Württemberg erhoben. Sie nannten sich so, weil der Adel sie mit dem Schimpfnamen verspottete. Der Begriff Armer Konrad bedeutet soviel wie armer Teufel oder armer Kerl. Die Ursachen für die Aufstände waren die immer schwierigeren wirtschaftlichen Lebensumstände der Landbevölkerung, die von ihren Grundherren immer stärker in die Leibeigenschaft gedrängt wurde. Um trotz seines maßlosen Lebenswandels den geplanten Kriegszug gegen Burgund finanzieren zu können, erhob Herzog Ulrich von Württemberg 1513 neue Verbrauchssteuern, die vor allem die arme Bevölkerung trafen. Insbesondere die Reduzierung der für den Handel notwendigen Maßgewichte erregte allgemeine Empörung, da dadurch die Käufer weniger Waren für den selben Preis erhielten. Für den gleichen Preis erhielt man beispielsweise statt einem Kilogramm Mehl nur noch 700g. Aus Protest gegen diesen Betrug führte Peter Gaiß, „Gaispeter“, aus Beutelsbach am 2. Mai 1514 ein „Gottesurteil“, die so genannte Wasserprobe durch: Die neuen Gewichte des Herzogs sollten in die Rems bei Großheppach geworfen werden. Würden sie schwimmen, wären sie rechtens, würden sie untergehen, dann wären die Bauern im Recht. Wie zu erwarten war, gab das Gottesurteil den jubelnden Bauern recht. Die Obrigkeit forderte anderntags die Rückgabe der Steine. Der Gaispeter konnte oder wollte sie nicht wieder beibringen, sondern eskalierte die Situation noch, indem er in der Kapelle Sturm läutete und den zusammenkommenden Bauern erklärte, er sei der „Arme Konrad“, was damals wohl auch ein Synonym für den „einfachen Mann“ war und zudem für jemanden stand, der „koan Rat“ mehr wußte. Eine immer größer werdende Schar von Aufrührern zog vor Schorndorf, wo sie zwar wenig ausrichteten, aber Herzog Ulrich so beeindruckten, dass er die ungeliebte Steuer aufhob. Daraufhin beruhigte sich die Lage im Remstal vorübergehend. Schon kurz darauf brachen aber weitere Tumulte in Leonberg und Markgröningen aus, aufgewiegelt vom Markgröninger Stadtpfarrer. Auch der Gaispeter zog wieder durchs Land, bemüht, die Leute zum Aufruhr zu bewegen. Nach vielfältigen Tumulten im ganzen Land entkam schließlich Mitte Juli Herzog Ulrich selbst nur knapp den Rebellen in Schorndorf, das zehn Tage in deren Hand blieb. Die Bauern brachen schließlich zu einem Marsch durch Württemberg auf, in der Hoffnung, weitere zum Zuzug bewegen zu können und sich so weiter zu verstärken. Auf dem Beutelsbacher Kappelberg bezogen sie ihr Lager, wo die Schar angesichts der Nachrichten von wohlgerüsteten herzoglichen Truppen aber immer kleiner statt größer wurde. Schließlich brach der „Arme Konrad“ sang- und klanglos zusammen. Herzogliche Truppen besetzten widerstandslos das Remstal und schleppten die Aufrührer, derer sie habhaft werden konnten, nach Schorndorf, wo sie Anfang August enthauptet, die Mitläufer gefoltert, gepeitscht und gebrandmarkt wurden. 1.700 Bauern aus dem Remstal wurden gefangengenommen, gefoltert, eingekerkert oder geköpft. Geldstrafen mussten gezahlt werden, und ihrer Ehrenrechte gingen sie verlustig. Der Frieden sollte nicht lange halten - schon zehn Jahre später rotteten sich die Bauern im Deutschen Bauernkrieg wieder zusammen.

Literatur


- Andreas Schmauder: Württemberg im Aufstand - der Arme Konrad 1514. Ein Beitrag zum bäuerlichen und städtischen Widerstand im Alten Reich und zum Territorialisierungsprozeß im Herzogtum Württemberg an der Wende zur Frühen Neuzeit (Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde 21). Leinfelden-Echterdingen 1998. als:Armer Konrad Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich) Kategorie:1514

Herzog

Herzog, von althochdeutsch: herizogo "der vor dem Heer zieht", ist ein Adelstitel.
- Ursprünglich waren Herzöge germanische Heerführer, die für die Dauer eines Kriegszuges von Stammesfürsten durch Wahl oder durch Los bestimmt wurden.
- In der Merowingerzeit waren Herzöge königliche Amtsträger mit vorwiegend militärischen Aufgaben, denen der König ein Herzogtum mit Oberhoheit über Land- und ggf. Markgrafschaften verliehen hatte.
- Im Frühmittelalter entstanden im Raum des fränkischen Reiches erbliche Stammesherzogtümer, die von den Karolingern aufgehoben wurden, mit dem Niedergang der königlichen Zentralgewalt Ende des 9. Jahrhunderts aber wieder auflebten. Die Stammesherzöge im Ostfrankenreich zu Zeiten Heinrichs I. waren in der Regel Mitglieder regionaler Herrscher-Dynastien.
- Im Heiligen Römischen Reich verwandelten sich im 12. und 13. Jahrhundert die Stammesherzogtümer zunehmend in Territorial- und Titular-Herzogtümer. Ein Herzog war danach Herrscher über bestimmte, räumlich oft zerrissene Territorien oder Träger des vom König verliehenen Adelstitels. Die Herzogswürde wurde vom König als Lehen vergeben und konnte auch wieder entzogen werden (siehe Heinrich der Löwe und dessen Absetzung in Sachsen und Bayern 1180). Auf diese Weise wurde der ursprünglich auf ein Stammesgebiet bezogene Titel eines "Herzogs von Sachsen" nach 1180 aufgespalten und regional neu zugeordnet: Der Erzbischof von Köln erhielt vom deutschen König den Titel eines "Herzogs von Westfalen" (einer bis dahin zu Sachsen gehörigen Region, quasi West-Sachsen), während das Fürstenhaus der Askanier den Titel eines "Herzogs von Sachsen" für den Ostteil des bisherigen Stammesherzogtums erhielt (seit 1356 als Kurfürsten von Sachsen mit Sitz in Wittenberg). Durch Aussterben der Wittenberger Askanier 1423 ging der Kurfürsten- und sächsische Herzogstitel an die noch viel weiter östlich sitzenden Wettiner, die Markgrafen von Meißen über, wodurch der ursprünglich auf das heutige "Niedersachsen" zentrierte Herzogstitel und Landesnahme in das heutige "Land Sachsen" um Dresden und Meißen geriet, mit dem er bis dahin überhaupt nichts zu tun hatte. Während sich in Bayern der stammesbezogene Herzogstitel seit 1180 auf die Ländereien der Wittelsbacher beschränkte, die ihn seither führten, kam der Titel eines Herzogs von Schwaben seit dem Aussterben der Hohenstaufen 1268 völlig außer Gebrauch. Der "Herzog von Franken" führte als Ehrentitel des Fürstbischofs von Würzburg bis 1802/03 ein Schattendasein. Zugleich aber traten im Spätmittelalter durch Rangerhebungen verschiedener Fürsten neue dynastisch-territorial definierte Herzogtümer hinzu: Den Anfang machten die 1180 der von ihnen früher besetzten Stammesherzogtümer Sachsen und Bayern verlustig gegangenen Welfen, die im 13. Jahrhundert für ihre Erbbesitzungen in Norddeutschland den Titel eines "Herzogs von Braunschweig" erhielten. Im 14. Jahrhundert wurden auch die slawischen Fürsten von Mecklenburg, im 15. Jahrhundert der Graf von Württemberg vom Kaiser zu Herzögen "befördert". In der Frühen Neuzeit ebbte diese Form der Rangerhöhung ab; statt dessen versuchten seither einige Herzöge, den höherwertigen Kurfürsten-Titel (mit dem Recht der Teilnahme an der Kaiserwahl) zu erlangen, was dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg 1692 gelang, dem konkurrierenden Herzog von Württemberg erst 1803. Mit der Zerschlagung des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zwischen 1801 und 1806 und der Herrschaft Napoleons I. über Deutschland erfolgte eine weitere Folge von Rangerhöhungen für anpassungsbereite deutsche Fürsten: Bisherige Herzöge wurden - wie der von Württemberg - erst zu Kurfürsten, dann zu Königen befördert, bisherige Fürsten - wie die diversen Linien von Anhalt - stiegen zu Herzögen auf. Nach dem Sieg über Napoleon führte 1815 der Wiener Kongress der Siegermächte zu einer weiteren, letzten Welle solcher Rangerhöhungen. Meist bedingt durch Verwandtschaft mit mächtigen Monarchen Europas, insbesondere mit dem russischen Kaiser oder dem König von Preußen, stiegen in Deutschland einige bisherige Herzöge 1815 zu "Großherzögen" auf (Sachsen-Weimar-Eisenach, Oldenburg, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, Luxemburg). Regierende Herzöge in Deutschland (mit dem Prädikat "Hoheit") waren zwischen 1815 und 1918: der Herzog von Braunschweig (Linie Wolfenbüttel bis 1886, Linie Hannover ab 1913), der Herzog von Anhalt (ab 1863, davor mehrere Teil-Herzogtümer), der nur bis 1866 regierende Herzog von Nassau, der 1890 das souveräne Großherzogtum Luxemburg erbte, der bis 1864 als Herzog von Schleswig, Holstein und Lauenburg regierende König von Dänemark (der in diesen drei Staaten vom König von Preußen abgelöst wurde, welcher zugleich Nassau annektierte) sowie die (in dieser Dreier-Kombination ab 1826 in Thüringen herrschenden) wettinischen Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Altenburg. Außerhalb Deutschlands existierten in Europa ab 1815 souveräne Herzogtümer auch in Italien - Modena, Parma und Piacenza, Lucca, Guastalla, Massa und Carrara). Alle diese Staaten verschwanden 1859/60 im Zuge der italienischen Einigung. Das 1815 anstelle der einstigen Adelsrepublik Genua geschaffene "Herzogtum Genua" war von vornherein unselbständiger Bestandteil des Königreiches Sardinien. In vielen europäischen Monarchien wurden bzw. werden königlichen Prinzen zusätzlich historische Herzogstitel verliehen (mit Ländereien und Einkünften, aber ohne Herrschaftsrechte). Dies galt für Frankreich bis zum Ende der Monarchie 1848/70 und für Italien entsprechend bis 1946, es gilt heute noch für Spanien, Schweden und Großbritannien. siehe auch
- Liste der Stammes-, Territorial- und Titularherzogtümer im Heiligen Römischen Reich
- Herzogsstuhl
- Woiwode
- Herzogtum Braunschweig Kategorie:Adelstitel Kategorie:Rechtsgeschichte

Fuggerei

Die Fuggerei in Augsburg ist die älteste noch bestehende Sozialsiedlung der Welt.

Geschichte

Sie wurde 1516 von Jakob Fugger dem Reichen gegründet. Der Stiftungsbrief datiert von 1521. Jakob Fugger legte fest, »... es sollen solliche heuser frauen, armen taglöhnern und handtwerkern und burgern und inwonern dieser stadt Augspurg, die es notturftig sein und am besten angelegt ist, umb gottes willen gelichen und darin weder schankung muet und gab nit angesehen...«. Die Jahresmiete, die an die Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen zu entrichten ist, beträgt bis zum heutigen Tag einen Rheinischen Gulden (heute 0,88 Euro). Auch die Aufnahmekriterien sind heute die gleichen wie zur Zeit der Gründung: Man muss mindestens zwei Jahre in Augsburg gelebt haben, katholisch und unverschuldet in Not geraten sein. Fester Bestandteil der Hausordnung ist noch heute das tägliche "Vater unser", "Gegrüßet seist du Maria" und "Glaube an Gott" für die Stifter. Bei der Fuggerei handelt es sich um eine Siedlung, sie wurde zwischen 1514 und 1523 gebaut und besteht heute aus 67 Häusern mit 147 Wohnungen, der Kirche St. Markus, einem Brunnen und dem Senioratsgebäude. Die Wohnungen sind etwa 60 m² groß und haben jeweils einen eigenen Eingang. Die im Erdgeschoss liegenden Wohnungen verfügen über einen Garten, die im Obergeschoss über einen Speicher. Die Stadt in der Stadt, wie sie auch genannt wird, ist von einer Stadtmauer mit 5 Toren umgeben, die jeden Abend um 22 Uhr vom Nachtwächter geschlossen werden. Im 2. Weltkrieg wurde sie stark zerstört, aber in ihrer alten Form wieder aufgebaut und etwas vergrößert. Eine im Erdgeschoss liegende Wohnung wird heute als Museum genutzt und kann somit besichtigt werden. Wolfgang Amadeus Mozarts Urgroßvater, der Maurer Franz Mozart, wohnte von 1681-1693 in der Fuggerei, woran heute eine steinerne Gedenktafel erinnert.

Galerie

Bild:AFuggerei01.jpg|Fuggerei Bild:AFuggerei02.jpg|Fuggerei Bild:AFuggerei03.jpg|Hauseingang in der Fuggerei Bild:AFuggerei04.jpg|Museum in der Fuggerei Bild:Fugger_viertel_brunnen.jpg|Brunnen in der Fuggerei Bild:Fugger_viertel_ecke.jpg|Ecke in der Fuggerei Bild:Fuggerei01.jpg|Straße in der Fuggerei Bild:Fuggerei-Waterpump.jpg|Wasserpumpe in der Fuggerei Bild:Franz_Mozarts_Haus.jpg|Franz Mozarts Haus in der Fuggerei Bild:Gedenktafel_an_Mozarts_Haus.jpg|Gedenktafel an Franz Mozarts Haus

Literatur


- Marion Tietz-Strödel: Die Fuggerei in Augsburg. Tübingen 1982
- Ulrich Graf Fugger von Glött: Die Fuggerei. Augsburg 2003
- Günter Ogger: Kauf dir einen Kaiser / Die Geschichte der Fugger Roman / Droemer Knaur 1979

Weblinks


- [http://www.bayern-im-web.de/bezirke/schwaben/detail.php?id=78 Kurzbeschreibung mit Abbildungen]
- [http://www2.augsburg.de/index.php?id=933 Die Fuggerei auf der Homepage von Augsburg]
- [http://www.fugger.de/ Homepage der Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen]

Selim I.

right Selim I., genannt „Yavuz“ (der Gestrenge) (
- 1465; † 21. September 1520 bei Edirne) war 1512 bis 1520 Sultan des Osmanischen Reiches. Selim entmachtete 1512 seinen Vater, den Sultan Bayezid II.. Durch dessen Tod kurze Zeit darauf kam der Verdacht auf, dass Selim seinen Vater vergiftet habe. Sein Charakter jedenfalls lässt diesen Verdacht plausibel erscheinen. Seine Machtübernahme machte er kund, indem er seine Brüder und Neffen umbringen ließ; von seiner Entschlossenheit gab er früh Zeugnis, indem er zwei Offiziere, die Anzeichen von Aufsässigkeit zeigten, vor den Augen der Truppe zu Boden streckte. Als bigotter Sunnite entschloss er sich, die schiitische Häresie niederzuwerfen, die viele Anhänger auf türkischem Boden gefunden hatte: geschätzte Zahlen beliefen sich bis auf 40.000. Selim beschloss einen Krieg gegen Persien, wo diese Glaubensrichtung die vorherrschende war. Der Feldzug war ein Erfolg für Selim, dessen Bestimmtheit und Mut die Kleinmütigkeit und den Ungehorsam der Janitscharen überwand. Als nächstes fielen Syrien und Ägypten; er wurde Herrscher über die heiligen Stätten des Islam, und vor allem veranlasste er den letzten Kalifen der Abbasiden-Dynastie, ihm den Titel des Kalifen und die damit verbundenen Insignien (wie das Schwert und den Umhang des Propheten) förmlich zu übergeben. Seither waren die osmanischen Sultane zugleich auch die Kalifen. Nachdem nun ein Großteil der islamischen Welt unter osmanischer Oberhoheit stand, begann Selim, eine Expedition gegen Rhodos vorzubereiten. Er erkrankte aber und starb im neunten Jahr seiner Regentschaft, unweit des Ortes, an dem er die Truppen seines Vaters angegriffen hatte. Selim war bigott, blutrünstig und unerbittlich. Sein Ehrgeiz war unersättlich; seinen viermonatigen Feldzug gegen Persien unternahm er gegen den Rat seiner Minister, von denen er einige wegen ihrer Opposition gegen seine Pläne hinrichten ließ. Es heißt, dass er die Eroberung Indiens in Erwägung gezogen und als erster die Idee des Sueskanals überdacht habe. Siehe auch: Liste der Kalifen Kategorie:Sultan Kategorie:Osmane Kategorie:Geboren 1465 Kategorie:Gestorben 1520 ja:セリム1世

Safawiden

Safawiden (auch Safaviden oder Safawiya) war der Name einer Dynastie in Persien, die von 1501 - 1736 regierte und den schiitischen Islam als Staatsreligion etablierte. Es ist nicht ganz geklärt, ob die Dynastie persischer oder kurdischer Herkunft war. Frühere Behauptungen, die Dynastie sei turkstämmig gewesen, haben sich als falsch erwiesen.

Geschichte

Die Ursprünge der Dynastie lassen sich bis auf Scheich Safi Al Din (
- 1252; † 1334) zurückverfolgen, der 1301 einen Sufi-Orden in Ardabil gründete, der sich ab der Mitte des 15. Jahrhunderts zunehmend militarisierte (Siehe auch: Safi-Orden). Unter Ismail I. (14841524) gelang 1501 die Eroberung von Täbriz und der Sturz der turkmenischen Aq Qoyunlu. Nach der Gründung der Dynastie der Safawiden wurde in den folgenden Jahren Persien und der Irak (1507) unterworfen. Nachdem der Ostiran mit einem Sieg bei Herat (1510) über die Usbeken gesichert worden war, kam es zum Konflikt mit den Osmanen im Westen. Diese besiegten 1514 die Safawiden bei Tschaldiran schwer und eroberten die Hauptstadt Täbriz. Die Zwölfer-Schia wurde unter den Ismail I. Staatsreligion. Außerdem bemühte er sich um den Ausgleich zwischen den nomadischen Turkmenen (im Militär) und den sesshaften Persern (in der Verwaltung). So entstand unter den Safawiden der Bund der Qizelbash: türkisch-persische Elitesoldaten, die unter den Safawiden viel Ansehen und Ruhm erlangten. Thamasp (15241576) befand sich weiter im Konflikt mit den Osmanen und den Usbeken. Während er Khorasan gegen letztere in ständigen Kämpfen behaupten konnte, ging der Irak und Aserbaidschan bis 1534 an die Osmanen verloren. Nach einigen dynastischen Wirren erreichte Abbas I. der Große (15871629) eine Konsolidierung des Reiches. Unter ihm wurde 1601 Bahrain besetzt, seit 1603 die Osmanen aus Aserbaidschan, Armenien und Georgien vertrieben und 1623 sogar der Irak mit Bagdad wieder erobert. Damit kamen die schiitischen Wallfahrtszentren Nadschaf und Kerbala wieder unter persische Kontrolle. Außerdem konnten um 1595 die verheerenden Einfälle der Usbeken in Khorasan beendet werden. Durch eine geschickte Wirtschaftspolitik kam das Land zu großem Wohlstand, welcher u.a. in dem großartigen Ausbau der neuen Hauptstadt Isfahan zu erkennen ist. Auch begrenzte er den Einfluss des turkmenischen Militärs durch den Aufbau von Truppen aus christlichen Sklaven. Unter den schwachen Nachfolgern von Abbas I. verlor die Zentralverwaltung wieder an Einfluss. Nur unter Abbas II. (16421666) gelang mit Reformen noch einmal eine Konsolidierung des Reiches. Auch kam es unter ihm zu engen Handelskontakten mit den europäischen Seemächten England und Holland. 1648 konnte auch Kandahar in Afghanistan besetzt werden, das bisher von den Großmoguln in Indien beansprucht worden war. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam es unter Sultan Hussain (16941722) zu einem starken wirtschaftlichen Niedergang Persiens. Da gleichzeitig die Sunniten im Reich zwangsweise zum schiitischen Islam bekehrt werden sollten, kam es 1719 zum Aufstand der sunnitischen Afghanen (Stamm der Ghilzai). Diese eroberten 1722 Isfahan und beendeten 1736 endgültig die Dynastie der Safawiden. Zwar wurden auch später von einigen Machthabern (z.B. Nadir Schah) Safawiden als Herrscher eingesetzt, doch waren diese nur noch Marionetten. In einigen Provinzen konnten sich die Safawiden bis 1773 halten. Nach der Vertreibung der Afghanen wurden die Safawiden von den Afschariden und Nadir Schah abgelöst.

Siehe auch

Geschichte des Iran, Dynastie der Afghanen, Afschariden, Herrscher der Safawiden Kategorie:Dynastie Kategorie:Persien Kategorie:Iranische Geschichte ja:サファヴィー朝

Ulrich von Hutten

Ulrich von Hutten (
- 21. April 1488 auf Burg Steckelberg/Deutschland; † 29. August 1523 auf der Ufenau/Schweiz) war ein Reichsritter und Humanist.

Leben

Die frühen Jahre

Obwohl ihm als Erstgeborenem eigentlich das Erbe zusteht, wird er 1499 von seinem mit harter Hand regierenden gleichnamigen Vater Ulrich in das Stift Fulda verfügt, wo er nach Erreichen des entsprechenden Alters Mönch werden soll. Hutten flieht 1505 mit Hilfe seines Freundes Johann Jäger aus Dornheim aus dem Kloster. Im Sommer 1506 studiert er mit Jäger an der Universität Erfurt, wo er sich mit dem begabten Dichter Eoban Hesse anfreundet. Im Winter ist er an der Frankfurter Universität Viadrina eingeschrieben. Dann zieht er weiter an die Universität Leipzig.

Die ersten schriftstellerischen Werke

Im Herbst 1509 trifft v. Hutten bitterarm in Greifswald ein, wo er von Bürgermeister Lötz und dessen Sohn (Kanonikus) vor dem Untergang gerettet wird. Deren Freundschaft schlägt nach einem Vierteljahr aus unbekannter Ursache in so tiefen Hass um, dass sie den im harten Winter nach Rostock ziehenden Hutten überfallen und bis aufs Hemd ausrauben lassen. In Rostock verfasst Hutten sein erstes bedeutsames Werk, die zwei Bücher Klagelieder gegen Vater und Sohn Lötz, ab. 1511 verfasst v. Hutten in Wittenberg ein Gedicht über die Verskunst, das sich als Lehrbuch rasch Anerkennung erwirbt. Er reist nach Wien und weiter nach Italien. 1512 folgt ein Aufenthalt in Venedig und Pavia, dann in Bologna. Dort nimmt v. Hutten ein Jurastudium auf, um mit dieser Einkommen versprechenden Berufswahl seinen Vater zu versöhnen. Bald darauf erfolgt Studienabbruch aus Geldmangel und Kriegsdienst. Er berichtet von einem Fußleiden.

Rückkehr nach Deutschland

1514 kehrt v. Hutten nach Deutschland zurück. Durch Unterstützung seines Gönners Eitelwolf von Stein erhält er eine Dienststelle beim neuen Erzbischof Albrecht von Magdeburg und Mainz. Der Tod von Steins macht seine Hoffnungen jedoch zunichte. Im gleichen Jahr verfasste v. Hutten den zweiten Teil der absichtlich in schlechtem Mönchslatein verfassten Epistolae obscurorum virorum (Dunkelmännerbriefe) zur Verteidigung Reuchlins. Darin werden die Kölner Dominikaner und die mittelalterliche Wissenschaft und Lehrweise verspottet.

Rückkehr nach Italien

Am 7. Mai 1515 wird Hans von Hutten, ein Sohn Ludwigs von Hutten und gelegentlicher Unterstützer Ulrichs von Hutten, durch seinen Herrn, Herzog Ulrich von Württemberg, im Böblinger Wald ermordet. V. Huttens fünf Reden gegen Herzog Ulrich und sein Dialog Phalarismus versöhnen seine Familie wieder mit ihm. Dank der Unterstützung durch seine Familie und des Erzbischofs von Mainz kann er seine in Italien unterbrochenen Studien wieder aufnehmen, um danach als rechtsgelehrter Rat in fürstlichen Diensten Karriere zu machen. Im Dezember 1515 weilt v. Hutten in Rom. Nachdem er in Verteidigung der Ehre seines Kaisers 1516 im Kampf mit fünf Franzosen einen erschlagen hatte, zieht er im Sommer nach Bologna um und setzt dort sein Jura- und Griechischstudium fort.

Der Schwäbische Bund

Im Sommer 1517 erfolgt Abschluss der Studien, aber absichtlich ohne Erlangung eines akademischen Grades. Danach kehrt er nach Deutschland zurück. Maximilian I., dem sein Treiben angeblich "gelegentlich" gefallen soll, überreicht ihm die Dichterkrone. Im Jahr 1519 trat er dem Schwäbischen Bund gegen Ulrich von Württemberg bei.

Ulrich von Hutten und die Reformation

Schwäbischen Bund ]] Ulrich von Hutten war ein Verehrer Martin Luthers, in welchem er vor allem einen deutschen Nationalhelden sah. Nach Luther war er einer der bedeutendsten reformatorisch gesinnten Publizisten, was sich auch darin zeigt, dass er in der Bannbulle Papst Leo' X. vom Januar 1522 explizit zusammen mit Luther exkommuniziert wird. Durch sein publizistisches Schaffen gelingt es ihm auch, den einflussreichen Reichsritter Franz von Sickingen zu einem Unterstützer Luthers zu machen. Bereits 1520 hatte Hutten eine Schrift mit dem Titel "Vadiscus oder die römische dreyfaltigkeit" veröffentlicht. Der in Form eines Dialogs gehaltene "Vadiscus" enthält eine Fülle von Dreiergruppen oder Triaden, in denen Hutten die Laster Roms geißelt. Folgende Stelle hat unter anderem Matthias Grünewald dazu inspiriert, sein Blatt Trias Romana zu schaffen, in der er die drei Eigenschaften Unkeuschheit, Geiz (=gydt) und Hoffart in einer unheiligen Allianz verknüpfte und mit einer Gloriole bekränzte: :Dry ding hand mich gefochten an, :das ich der wält gäb zu verstan, :Was jetz zu Rom wär die losantz :Sprich ich dry ding regierens gantz: :Hoffart, unküschheit vmder gydt Hutten muss schließlich in die Schweiz fliehen, wo er von Zwingli aufgenommen wird. 29. August 1523 stirbt Ulrich von Hutten auf der Insel Ufenau im Zürichsee an der Syphilis. Das Motto der Stanford University "Die Luft der Freiheit weht" stammt von Ulrich von Hutten.

Siehe auch

Lehnsmann

Weblinks


-
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adb/images/adb013/@ebt-link?target=idmatch(entityref,adb0130466) Eintrag zu Ulrich von Hutten in
Allgemeine deutsche Biografie (1881) in Bayerische Staatsbibliothek]
- [http://www.stefan-etzel.de/HOME/bios/hutten.htm Ulrich von Hutten (1488-1523) Ritter, Humanist und Rebell aus der Rhön]
- [http://www.stanford.edu/dept/pres-provost/president/speeches/951005dieluft.html Motto der Stanford Universität]
- [http://www.stadt-plan-mitte.de/index/337/ Pointierte Kurzbiografie des Bezirksamts Mitte von Berlin] Hutten, Ulrich von Hutten, Ulrich von Hutten, Ulrich von Hutten, Ulrich von Hutten, Ulrich von Hutten, Ulrich von Hutten, Ulrich von ja:ウルリヒ・フォン・フッテン


Albrecht Dürer

Albrecht Dürer (
- 21. Mai 1471 in Nürnberg; † 6. April 1528 ebenda) war Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker von europäischem Rang. Dürer war ein großer Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation.

Leben

Bis zur Selbständigkeit 1497

Reformation Albrecht Dürers Vater, der ebenfalls Albrecht hieß, kam 1455 aus Ungarn nach Nürnberg und übte hier den Handwerksberuf eines Goldschmieds aus. 1467 heiratete er Barbara Holper, die Tochter seines Nürnberger Meisters. Von den 18 Kindern dieser Ehe wurde Albrecht am 21. Mai 1471 als drittes Kind geboren. Seit 1475 lebte die Familie Dürer in einem eigenen Haus unterhalb der Burg (Burgstr.27: Eckhaus der Gasse unter der Vesten/(Obere) Schmiedgasse). In früher Jugend nahm ihn der Vater in seine Werkstatt, um ihn gleichfalls zum Goldschmied auszubilden. Aus diesen Lehrjahren stammen sein Brustbild, das er 1484 nach dem Spiegel auf Pergament zeichnete (jetzt in der Albertina in Wien) und eine Madonna mit zwei Engeln von 1485 (Berliner Kupferstichkabinett). Ende 1486 bis 1490 lernte und arbeitete er bei dem Nürnberger Maler Michael Wolgemut; Indizien sprechen dafür, dass Dürer an den Entwurfsarbeiten zur Schedelschen Weltchronik (erschienen 1493) beteiligt war. Daneben bildete sich Dürer auch anhand zeitgenössischer Kupferstiche (z. B. Martin Schongauer). Martin Schongauer Ostern 1490 bis Pfingsten 1494 begab sich Dürer auf Wanderschaft an den Oberrhein; der genaue Weg dieser ersten von drei größeren Reisen zeit seines Lebens ist unbekannt. Möglicherweise war er zunächst in den Niederlanden oder am Mittelrhein, bevor er sich 1492 im Elsaß aufhielt, wo er in Colmar nicht mehr den am 2. Februar 1491 verstorbenen Martin Schongauer antraf; dann wandte er sich nach Basel. 1494 heiratete er die wohlhabende und schöne Agnes Frey († 1539), eine Nürnberger Bürgerstochter. In der Folgezeit bis 1500 schuf er eine Serie von kleinen Landschaftsaquarellen mit Nürnberger Motiven bzw. mit Motiven von Stationen seiner Venedig-Reise, die er in der ersten Hälfte des Oktober 1494 antrat. Im Mai 1495 kehrte er zurück nach Nürnberg.

1497 bis 1505

Er machte sich 1497 selbständig. In diese erste Periode seines Künstlerlebens fallen vorwiegend Porträts und einige Selbstportäts: das Bildnis seines Vaters (1497) in London (National Gallery), sein Selbstporträt (1498) im Prado in Madrid, das des Lindauer Kaufmanns Oswald Krell (beschriftet "Oswolt Krel. 1499") in München (Bayerische Staatsgemäldesammlung), sein Selbstporträt (1500) ebenfalls in München, Bildnis Friedrichs des Weisen (1494/97) in der Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz) u. a. Von 1500 stammt auch der kleine Christus am Kreuz in der Dresdener Galerie, ein Bildchen von unvergleichlicher Feinheit der Ausführung, und aus derselben Zeit ein Altarwerk ebenfalls in Dresden ("Die sieben Schmerzen Mariä" und Maria das Kind anbetend, Mitteltafel in München), der "Dresdner Altar" sowie der Altar in Ober-St.Veit bei Wien mit der Kreuzigung Christi. Die Haupttätigkeit widmete er jedoch dem Kupferstich und dem Vorlagenzeichnen für den Holzschnitt. Besonders den Kupferstich erprobte er schon sehr frühzeitig; das erste datierte Blatt ist von 1497, dem aber gewiss schon verschiedene vorangegangen waren. Aus dieser Zeit stammen ferner: die Offenbarung Johannis (1498), eine Folge von 16 Holzschnitten; Adam und Eva (1502), ein Kupferstich. Dürers Verbindung zum Humanismus kommt u.a. in den Illustrationen zur Conrad Celtis' Schrift "Quatuor libri Amorum (1502) zum Ausdruck, der seinerseits Dürer zuvor bereits als zweiten Apelles gepriesen hatte.

Reise nach Venedig (1505 bis 1506)

Conrad Celtis Im Jahr 1505 unternahm er eine zweite Reise nach Venedig, wo damals die größten Renaissancemaler der venezianischen Schule, Tizian, Giorgione, Palmavecchio tätig waren; vor allen aber beeindruckte ihn Giovanni Bellini, den er in einem Brief als den "pest in gemell" (Bester in der Malerei) pries. Wenn ihn sein ernstes Studium, sein Fleiß und seine Einsicht schon früher in der Heimat den Wert der Korrektheit der Zeichnung und eine wahre Naturauffassung schätzen lehrten, so sah er hier eine ungeahnte Kraft und Tiefe des Kolorits, die nachhaltig auf ihn einwirkten. Die deutschen Kaufleute zu Venedig bestellten für die Bartholomäuskirche ein großes Bild, das Rosenkranzfest, welches Kaiser Rudolf II. später für eine große Summe erwarb und von vier Männern nach Prag tragen ließ, wo es sich jetzt in der Národni Galerie (Nationalgalerie) befindet (zuvor im dortigen Kloster Strahow). Es stellt eine Krönung der Madonna durch zwei Engel dar. Die Jungfrau reicht dem Kaiser, das Christuskind dem Papst Rosenkränze, ebenso der heilige Dominik und mehrere Engel den Umstehenden. In dem durch Übermalung sehr verdorbenen Bild ist der venezianische Einfluss deutlich zu erkennen. Obgleich Dürer in Venedig hohe Anerkennung fand und der Rat von Venedig ihm einen Jahresgehalt von 200 Dukaten anbot, wenn er sich in der Stadt dauernd niederlassen wolle, trat er doch im Spätherbst 1506 die Rückreise in seine Vaterstadt an.

1506-1514

Ab 1509 ist Dürer Genannter des Größeren Rats in Nürnberg und so kann man davon ausgehen, dass er maßgeblich an der Planung künstlerischer Projekte der Stadt beteiligt war.

Gemälde

1506 1506 Von den ersten Werken Dürers nach seiner Rückkunft von Italien sind zu nennen: das Bildnis eines jungen Mannes (1507) im Kunsthistorischen Museum in Wien; 1507 schuf er die Aktbilder von Adam und Eva, die sich im Prado befinden. In den Jahren 1507 und 1508 beschäftigte ihn ein Gemälde, das vom Kurfürsten Friedrich dem Weisen von Sachsen für die Kollegiatkirche in Wittenberg bestellt, die Marter der zehntausend Christen unter dem Perserkönig Sapor zum Gegenstand hat und sich jetzt im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. Heller-Altar Nach dessen Beendigung arbeitete Dürer an seiner berühmten Himmelfahrt und Krönung der Maria, welche der Patrizier Jakob Heller in Frankfurt am Main als Altarblatt für die dortige Dominikanerkirche bestellt hatte (Heller-Altar). Das Bild brachte dem Dominikanerkloster, dessen Insassen es gegen eine Vergütung anschauen ließen, eine reiche Einnahme. Nachdem Kaiser Rudolf vergeblich 100.000 Gulden dafür geboten hatte, wurde es 1613 von dem nachmaligen Kurfürsten Maximilian I. von Bayern für 1000 Joachimsthaler erworben, ging aber bei dem großem Brand des Münchener Schlosses 1673 zu Grunde. Eine Kopie von Paul Juvenel befindet sich im Saalhof zu Frankfurt am Main neben den noch erhaltenen Flügeln (heute Historisches Museum). Hier gelangt Maria aus dem irdischen Leben durch Engel getragen in die himmlische Glorie. Gott-Vater und -Sohn empfangen sie liebevoll und setzen ihr die himmlische Krone auf; die Apostel sehen erstaunt auf das leere Grab. Dürer hat sich selbst in den Mittelgrund der Landschaft dargestellt, er stützt sich auf eine Tafel, worauf zu lesen ist: "Albertus D. Alemanus faciebat post Virginis partum 1509". Die Altarflügel sind Werkstattarbeiten. 1511 bis 1513 malte er die repräsentativen Kaiserbilder für die Stadt Nürnberg; die Bilder sind ausnahmsweise unsigniert. Mit diesen Bildern wollte die Stadt offensichtlich ihren Anspruch auf die Aufbewahrung der Reichskleinodien untermauern; Karl der Große wird im kaiserlichen Ornat dargestellt, mit dem Schwert in der Rechten und dem Reichsapfel in der Linken, und Kaiser Sigismund als Gegenstück (beide Bilder befinden sich heute in Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum). Image:Albrecht Dürer 047.jpg|Karl der Große, 1511-13 Image:Albrecht Dürer 082.jpg|Kaiser Sigismund, 1511-13 Germanisches Nationalmuseum Aus den Jahren 1509/16 (1511?) stammt das berühmte Bild auf Holz: Die Anbetung der heiligen Dreifaltigkeit (sog. Allerheiligenbild), ursprünglich für die Kapelle des Landauer Brüderhauses gemalt, später (um 1600) vom Nürnberger Rat dem Kaiser Rudolf überlassen, jetzt im Kunsthistorischen Museum in Wien, ein in der Komposition reiches, in der Ausführung meisterhaftes Gemälde. Am unteren Rand hat sich Dürer als kleinformatige Ganzfigur selbst dargestellt, eine antikisierende Tafel mit lateinischer Inschrift haltend.

Graphische Werke

Während dieser Jahre veröffentlichte Dürer außer vielen kleineren Arbeiten in Kupferstich und Holzschnitt drei große Reihenfolgen von Holzschnitten, welche von des Künstlers reicher Erfindungsgabe Zeugnis ablegen und zu dem Besten gehören, was wir von Dürer besitzen. Es sind dies:
- Die kleine Passion (1509 und 1510), ursprünglich in 37 Blättern;
- Die große Passion (1510), die sich in Darstellung und Format wesentlich von der kleinen verschieden und aus 11 Darstellungen aus dem Leben des Heilands und einem Titelblatt besteht;
- Das Leben der Maria (1510 und 1511) in 20 Darstellungen. Holzschnitt Ferner sind aus dieser Periode noch zu nennen:
- Die heilige Dreieinigkeit (Holzschnitt, 1511)
- Die Messe des heiligen Gregor
- Der heilige Christoph
- Die heilige Familie mit Mutter Anna
- Joachim mit dem Rosenkranz. Damals machte Dürer auch Versuche, mit der trockenen Nadel auf Kupfer zu ritzen; so entstanden Die heilige Veronika von 1510, Der Leidensheiland und der büßende Hieronymus, beide von 1512. Von dieser Zeit an wiegen überhaupt die Arbeiten Dürers in Holzschnitt und Kupferstich vor, und man begegnet seltener Gemälden von seiner Hand. Von letzteren kennt man aus dem Jahr 1512 das kleine Bild der heiligen Jungfrau mit dem nackten Kind auf den Armen, eine angeschnittene Birne haltend (im Schloss Belvedere zu Wien). In dasselbe Jahr fällt zum großen Teil eine Reihenfolge von kleinen Kupferstichen, die eine dritte Darstellung der Passion umfassen. Auch erhielt Dürer einen Freibrief von seinem Gönner Kaiser Maximilian zum Schutz vor der Nachbildung seiner Holzschnitte und Kupferstiche. Als hervorragende Werke aus dem Jahr 1512 sind noch zu erwähnen die Stiche: Maria auf der Rasenbank, Christus der Dulder, beides Nadelarbeiten; der heil. Hieronymus in der Felsenschlucht vor dem Betpult. Aus den folgenden Jahren stammen seine berühmten Stiche: Ritter, Tod und Teufel, Der heilige Hieronymus im Gehäus (1514) Melencolia I (1514), sowie vielleicht das ursprünglich für die Nürnberger Katharinen-Kirche bestimmte, jetzt in der Münchener Pinakothek befindliche Altarblatt der Geburt Christi mit den beiden Paumgartner. Seit 1515 sind auch Eisenradierungen von Dürer überliefert.

Verbindung zu Kaiser Maximilian I.

radierung radierung Dürer hat mehrfach im Auftrag des Kaisers Maximilian I. gearbeitet. Seit spätestens 1510/11 gab es wohl Verbindungen, die eventuell Willibald Pirckheimer angebahnt hatte. Alle Werke dienten zumindest mittelbar dem Ehrengedächtnis und dem Ruhm des Kaisers - neben Dürer waren in diesem Sinne z.B. die Künstler Hans Burgkmair, Schäufelein und Beck oder auch Albrecht Altdorfer, Lukas Cranach und Jörg Breu tätig. Fechtbuch; Hieroglyphen des Horapollon (Pirckheimer!); Der Triumph (Ehrenpforte und Großer Triumphwagen), für den Dürer und dessen Werkstatt-Mitarbeiter Hans Springinklee und Wolf Traut den größten und bedeutendsten Teil zu liefern hatte (die Beschriftungen sind Johann Neudörffer zu verdanken); das für den St. Georgenorden bestimmte Gebetbuch. Zu dieser Zeit entstanden parallel aber auch die Kupferstiche Ritter, Tod und Teufel (1513), Hl. Hieronymus im Gehäus und Melencolia I (1514) oder die Kohlezeichnung der alten Mutter, 2 Monate vor ihrem Tod († 1514).

1518 bis 1520

Er widmete sich intensiv den theoretischen Arbeiten wie beispielsweise der Proportionslehre. Im Sommer 1518 war er als Vertreter der Stadt Nürnberg auf dem Reichstag in Augsburg, wo er Jakob Fugger und andere bedeutende Persönlichkeiten im Werk verewigte. Reformation und Bekanntschaft mit Schriften Luthers, "der mir aus grossen engsten geholfen hat".

Reise in die Niederlande (1520-1521)

Vom 12. Juni 1520 ab begab sich Dürer mit seiner Frau über Bamberg, Frankfurt, Köln nach Antwerpen und anderen niederländischen Städten, von wo er erst im Herbst des folgenden Jahres zurückkam. Die Reise, namentlich in den Niederlanden, war ein wahrer Triumph, überall wurde der Meister auf das glänzendste gefeiert; der Antwerpener Magistrat bot ihm vergeblich einen Jahresgehalt von 300 Gulden, ein schönes Haus zum Geschenk, freien Unterhalt und außerdem Bezahlung aller seiner öffentlichen Arbeiten an, um ihn zum ständigen Verbleiben in Antwerpen zu bewegen. Fürsten, fremde Botschafter, Gelehrte, so Erasmus von Rotterdam, und Künstler ehrten ihn und zogen ihn in ihre Gesellschaft. Der neugewählte Kaiser Karl V. bestätigte ihm die früher gewährten Privilegien (dies war der eigentlich Zweck der Reise) und bezeigte ihm außerdem seine Gunst in vollstem Maß. Von hoher Bedeutung für ihn waren der Anblick der niederländischen Kunstschätze und die Bekanntschaft mit den hervorragendsten dortigen Künstlern. Sein während dieser Reise geführtes Tagebuch ist im Schriftlichen Nachlaß hg. von Rupprich greifbar. Auch eine große Anzahl Bildnisse von Geistlichen, fürstlichen Personen, Künstlern etc. sind ein Ergebnis seiner niederländischen Reise. Am 2. Juli 1521 trat er die Rückreise an. Nach seiner Heimkehr in die Vaterstadt widmete sich Dürer wieder mit rastlosem Eifer der künstlerischen Tätigkeit. In den Jahren 1520/21 leitete er die Ausschmückung des Rathauses (heute verloren, in Nachzeichnungen von 1530 in Wien, Albertina, überliefert); das Programm für die Fassadenmalereien hatte Pirckheimer entworfen.

1520 ff.

Vom Jahr 1526 besitzt die Alte Pinakothek in München zwei monumentale Tafeln, die zu den bedeutendsten Werke des Künstlers gehören: die lebensgroßen Figuren der Apostel Paulus und Petrus und der Evangelisten Markus und Johannes (Seitenstücke), zugleich die vier Temperamente verbildlichend (siehe Temperamentenlehre). Diese Tafeln hatte Dürer ursprünglich der Stadt Nürnberg geschenkt und sie waren im dortigen Rathaus aufgehängt. Aus dem Jahr 1526 stammt auch das Ölbild des Hieronymus Holzschuher in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz), das beste aller Bildnisse von der Hand Dürers, und ferner das Bildnis Jakob Muffels (ebenfalls in Berlin). Image:Albrecht_Dürer_026.jpg|Johannes und Petrus, 1526 Image:Albrecht_Dürer_027.jpg|Markus und Paulus, 1526 In den letzten Jahre widmete sich Dürer vermehrt der Kunsttheorie; dabei kommt er zu Einsichten, die durchaus denen der Italiener widersprechen.

Tod, Grab und Nachleben

Seit der Niederlande-Reise unter den Folgen einer Malaria-Erkankung leidend, starb Dürer überraschend am 6. April 1528, kurz bevor er 57 Jahre alt geworden wäre. Die Symptome seiner Malaria-Erkrankung - unter anderem eine starke Milzvergrößerung - schilderte er auch seinem Arzt, wie seine Skizze im Brief an ihn zeigt. Dürer zeigt darauf auf seine (vergrößerte) Milz. Er schreibt "Da wo der gelbe Fleck [Anatomisch der vergrößerten Milz (sog. Splenomegalie) entsprechend] ist ..." Dürer zeigt auf seine Milz. Bis zu seinem Tod war er produktiv tätig, wobei er wohl zuletzt an der Vorbereitung zum Druck einer theoretischen Hauptschrift zur Proportionslehre arbeitete. Nicht weit entfernt von dem Grab seines Freundes Wilibald Pirckheimer ruhten die irdischen Reste Dürers auf dem Johannisfriedhof zu Nürnberg lange unter einer einfachen Metallplatte, welche sein Schwiegervater Frey für sich und seine Familie errichten ließ; erst Joachim von Sandrart bis 1681 das verfallene Grab aufs neue errichteten (Nr.649). Ihm zu Ehren wurden im 19.Jh. Denkmäler aufgestellt und seine Büste in die Walhalla aufgenommen. Bild:Nuernberg-joh-kirchhof-duerer-v-o.jpg|Dürergrab auf dem Johannisfriedhof von O (2004-01-07); im Hintergrund Chor der Kirche St. Johannis Bild:Nuernberg-duererstadtbild-v-sso.jpg|Dürer-Denkmal auf dem Albrecht-Dürer-Platz, Standbild in Bronze, nach einem Modell von Christian Daniel Rauch von Jakob Daniel Burgschmiet 1849 gegossen, von SSW (2003-12-10)

Stand- und andere Denkmale


- 1821, Albrecht-Dürer-Brunnen in Nürnberg (Maxplatz) nach Entwurf von Carl Alexander von Heideloff in klassizistischen Formen. Zugleich ein Denkmal für Willibald Pirckheimer.
- 1840, Statue für Nürnberg nach Entwurf von Christian Daniel Rauch, ausgeführt von Jacob Daniel Burgschmiet

Kunsthistorische Würdigung Albrecht Dürers

Jacob Daniel Burgschmiet Dürer hat für die Entwicklung des Holzschnittes und Kupferstiches Bedeutendes geleistet. Den Holzschnitt hat er aus dem "Dienst der Buchillustration" befreit und ihm den Rang eines eigenständigen Kunstwerks verliehen, das dem gemalten Bild an die Seite gestellt werden konnte. Dürer schuf eine reichhaltige Skala zwischen Dunkel und Hell, und führte den Holzschnitt so formal in die Nähe des Kupferstichs. Wie den Holzschnitt, so perfektionierte und revolutionierte Dürer auch die Techniken des Kupferstichs. Er wurde durch Blätter wie "Ritter, Tod und Teufel" und "Melencolia I" in ganz Europa bekannt. Dürer hat genau wie Tizian, Michelangelo und Raffael die Bedeutung der Druckgrafik darin gesehen, den eigenen künstlerischen Ruf zu verbreiten und durch den Vertrieb zu Einnahmen zu kommen. Dürer hat seine druckgraphischen Zyklen im eigenen Verlag verlegt und über den Buchhandel vertrieben. Der Vertrieb druckgrafischer Blätter hatte auch zur Folge, dass neue künstlerische Entwicklungen schnell und gleichmäßig in ganz Europa Verbreitung fanden. Neben seinem künstlerischen Schaffen schrieb Dürer auch Werke über das Perspektivproblem in der Malerei, darunter Underweysung der Messung, und betätigte sich auch mit der Befestigung von Städten. Ein wichtiger Ratgeber war ihm hierbei der römische Architekt und Architekturtheoretiker Vitruv mit seinen zehn Büchern de ArchitecturaAuch auf dem Gebiet der Bauplanung war er tätig: Auf seine Pläne hin wurde die Stadtmauer von Ulm zu Beginn des 16. Jahrhunderts neu errichtet. Nach Fedja Anzelewsky, Albrecht Dürer: Werk und Wirkung, elektron. Ausg. 1999 (Vier Bücher von menschlicher Proportion): »Dann warhafftig steckt die kunst inn der natur / wer sie herauß kann reyssen der hat sie / vberkumbstu sie / so wirdet sie dir vil fels nemen in deinem werk vnd durch die Geometria magstu deins wercks vil beweyssen.« Nach Anzelewsky ist das Wort "kunst" in diesem Zusammenhang als Gesetzmäßigkeit zu verstehen und mithin spricht sich Dürer hier nicht für ein Schaffen nach Prinzipien des späteren Naturalismus aus.

Dürers Mitarbeiter

Heute geht man davon aus, dass Dürer nicht wirklich Schüler angenommen und ausgebildet hat; vielmehr war es offensichtlich so, dass er relativ eigenständige Maler bzw. Zeichner in seine Werkstatt als Gesellen aufnahm und diese sich weiterentwickeln ließ. Als Mitarbeiter Dürers gelten Hans Baldung genannt "Grien" (seit 1503 Geselle in der Werkstatt, bis spätestens 1508), Barthel Beham, Sebald Beham, Georg Pencz, Hans Schäufelin (seit 1503 Geselle), Hans Springinklee und Hans Suess von Kulmbach. Es gibt Indizien, dass Matthias Grünewald von Dürer abgewiesen wurde. ---- Siehe auch: Dürer-Attentäter (Hans-Joachim Bohlmann), Albrecht-Dürer-Haus, Kunstverein Nürnberg

Werke (Auswahl)

Bildnerische Werke

Graphische Werke


- Große Passion Christi und Apokalypse, 1496-1498, Holzschnittfolgen Die drei Meisterstiche:
- Ritter, Tod und Teufel, 1513, Kupferstich
- Der heilige Hieronymus im Gehäus, 1514, Kupferstich
- Melencolia I, 1514, Kupferstich Dürer werden etwa 20 Exlibris zugeschrieben. Das bekannteste ist wohl davon das für seinen Freund W. Pirckheimer.

Gemälde

Exlibris Exlibris
- Bildnis des Albrecht Dürer des Älteren (Florenz, Uffizien), 1490; Vater.
- Bildnis der Barbara Dürer, geb. Holper (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 1160), um 1490-1493; Mutter.
- Büßender Hieronymus (z.Zt. Cambridge), um 1494/97.
- Männliches Bildnis vor grünem Grund (Kreuzlingen), ca. 1497.
- Selbstporträt (Madrid, Museo del Prado), 1498.
- Bildnis des Oswolt Krel (München, Alte Pinakothek), 1499. Siehe auch: Abbildung in der Wikipedia.
- Bildnis Elsbeth Tuchers (Kassel, Staatliche Museen Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister), dat. 1499, Lindenholz 29,1 x 23,3 cm.
- Selbstporträt (München, Alte Pinakothek), 1500.
- Anbetung der Könige (Florenz), dat. 1504.
- Das Rosenkranzfest (Prag, Národni Galerie/Nationalgalerie), dat. 1506, urspr. in Venedig, S. Bartolomeo.
- Die Madonna mit dem Zeisig (Berlin, Staatliche Museen), 1506.
- Bildnis eines jungen Mannes (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1507.
- Marter der zehntausend Christen (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1507.
- Heller-Altar (Frankfurt am Main, Historisches Museum), 1508/09; Mitteltafel verbrannt, urspr. in Frankfurt, Dominikanerkirche.
- Anbetung der heiligen Dreifaltigkeit (sog. Allerheiligenbild) (Wien, Kunsthistorisches Museum, Inv.Nr. 838), 1511
- Die Kaiserbilder:
  - Kaiser Karl der Große (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 167, Leihgabe der Stadt Nürnberg), 1511/12, 187,7 x 87,6 cm; ein Idealbildnis.
  - Kaiser Sigismund (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 168, Leihgabe der Stadt Nürnberg), 1512/13, 188,3 x 87,5 cm.
- Bildnis Michael Wolgemuts (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 885, Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlung seit 1911), 1516.
- Bildnis Kaiser Maximilians I. (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 169), 1519.
- Hl. Hieronymus, (Lissabon), 1521
- Maria mit Kind, eine Birne haltend (Florenz, Galleria degli Uffizi), 1526.
- Bildnis Johannes Kleberger (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1526
- Sog. Vier Apostel (München, Alte Pinakothek), 1526.
- Bildnis Hieronymus Holzschuher, 1526.

Aquarelle

Bildnis Hieronymus Holzschuher Bildnis Hieronymus Holzschuher
- Das Tal bei Kalchreuth (Berlin), 1500.
- Weiher im Walde (London), 1495.
- Ein junger Feldhase, (Wien, Albertina), 1502.
- Großes Rasenstück, Wasserfarbe und Gouache, (Wien), 1503.

Literarische Werke und Schriften


- Lehrbuch der Malerei, ab 1500, von diesem Werk sind nur geringe Teile überliefert.
- Vnderweysung der messung mit dem zirckel vnd richtscheyt (= Underweysung der Messung mit dem Zirkel und Richtscheyt), Nürnberg 1525 (bei Hieronymus Andreae).
- Etliche vnderricht, zu befestigung der Stett, Schloß vnd Flecken, Nürnberg 1527 (bei Hieronymus Andreae).
- Hierinn sind begriffen vier bücher von menschlicher Proportion, Nürnberg 1528 (bei Hieronymus Andreae), die postum erschienene Proportionslehre.
Die lateinische Übersetzung von Joachim Camerarius d. Ä. erschien 1532 unter dem Titel De Sym[m]etria partium in rectis formis hu[m]anorum corporum. Maßgebliche Ausgabe der Schriften, Tagebücher etc.:
- Hans Rupprich (Hg.), Dürer. Schriftlicher Nachlaß, 3 Bde., Berlin 1956-1969:
  - Bd. 1: 1956
  - Bd. 2: 1966
  - Bd. 3: 1969

Nachlass

Das Manuskript der Proportionslehre befindet sich in Dresden. British Museum: 1 Band Zeichnungen und 4 Bände Manuskripte. Zu Dürers schriftlichem Nachlass vgl. Hans Rupprich, Dürers schriftlicher Nachlaß und seine Veröffentlichung, in: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1940-1953 (1954), S.7-17.

Ausstellungen (Auswahl)


- 21. Mai 1971 - 1. August 1971 Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: 1471 Albrecht Dürer 1971.
- 23. Juli 2000 - 17. September 2000 Nürnberg, Stadtmuseum: Albrecht Dürer - ein Künstler in seiner Stadt.
- 5. September - 8. Dezember 2003 Wien, Albertina: Albrecht Dürer.
- 20. November 2004 - 23. Januar 2005 Aachen, Suermondt-Ludwig-Museum: Apelles des Schwarz-Weiss.
- 8. März 2005 - 29. Mai 2005 Madrid, Museo del Prado: Durero - Obras Maestras de la Albertina.

Literatur

Werkverzeichnisse


- Fedja Anzelewsky: Albrecht Dürer. Das malerische Werk, 2 Bde., 2. neubearb. Aufl., Berlin 1991 (zuerst 1971); mit maßgeblicher Zählung [nicht eingesehen].
- Rainer Schoch, Matthias Mende, Anna Scherbaum (Hrsg.): Albrecht Dürer: Das druckgraphische Werk.
  - Bd. I: Kupferstiche, Eisenradierungen und Kaltnadelblätter, München 2001.
  - Bd. II: Holzschnitte und Holzschnittfolgen, München 2002.
  - Bd. III: Buchillustrationen, mit Beiträgen von Berthold Hinz und Peter Schreiber, München 2004.

Monographien, Ausstellungskataloge und CD-ROMs


- Erwin Panofsky, Das Leben und die Kunst Albrecht Dürers, ins Deutsche übersetzt von Lise Lotte Möller, München 1977 (erste engl. Ausgabe: 1943).
- Albrecht Dürer. 1471/1971, München 1971; Kat. Nürnberg.
- Matthias Mende (Hg.): Albrecht Dürer - ein Künstler in seiner Stadt, Nürnberg 2000.
- Mark Lehmstedt (Hg.), Albrecht Dürer: Das Gesamtwerk, CD-ROM, Berlin 2004 (= Digitale Bibliothek; 28); enthält auch:
  - Fedja Anzelewsky, Albrecht Dürer: Werk und Wirkung, Stuttgart: 1980 (elektron. Ausg. 1999);
  - Albrecht Dürer: Schriften und Briefe, herausgegeben von Ernst Ullmann und Textbearbeitung von Elvira Pradel, Leipzig: Reclam Verlag Leipzig, 1993.

Aufsätze


- Hess, Daniel: Dürers Selbstbildnis von 1500 - "Alter Deus" oder Neuer Apelles?, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Bd. 77. 1990, S. 63ff.; online: http://mdz1.bib-bvb.de/cocoon/mvgn/Blatt_bsb00000993,00071.html

Lexikonartikel etc.


- Allgemeine Deutsche Biographie (ADB), Bd. 5, S.475-485 (Woltmann, Alfred); Faksimile: http://aronsson.se/adb/5/475 ; sowie im Pirckheimer-Artikel http://aronsson.se/adb/26/812 f.
- NDB, Bd.4, S. 164-169 (Jantzen, Hans).
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/5/seite/0243/meyers_b5_s0243.html Dürer, Albrecht], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 5, S. 243 ff.

Weblinks


- [http://www.pinakothek.de/alte-pinakothek/sammlung/kuenstler/kuenstler_inc.php?inc=kuenstler&which=850 Albrecht Dürer - Alte Pinakothek München]
- [http://www.igor-schestkow.de/de/texte Albrecht Dürer - Dürers Melancholie mit den Augen eines Russen]
- [http://www.malarze.walhalla.pl/galeria.php5?art=36 Art Gallery - Albrecht Dürer]

Sammlungen digitaler Reproduktionen


- http://artroots.com/art/art22_index.html 7 Selbstportaits
- http://www.wga.hu/html/d/durer/index.html - Web Gallery of Art

Weblinks zur Rezeption


- [http://www.ghdot.de/hasennbg.htm Bilder vom großen Hasenstück in Nürnberg - August 2003] Durer, Albrecht Durer, Albrecht Durer, Albrecht Durer, Albrecht Durer, Albrecht ja:アルブレヒト・デューラー ko:알브레히트 뒤러

1. Januar

Der 1. Januar (in Österreich: 1. Jänner) ist der 1. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 364 Tage (in Schaltjahren 365 Tage) bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 153 v. Chr. - die römischen Konsuln beginnen ihre Amtszeit erstmals am 1. Januar statt am 1. März; daher ist der 1. Januar heutzutage der Jahresanfang.
- 1438 - Albrecht II. von Habsburg wird König von Ungarn.
- 1651 - Karl II. wird zum König von Schottland gekrönt.
- 1683 - Gründung der kurbrandenburgischen Kolonie Groß Friedrichsburg.
- 1700 - Zar Peter der Große ersetzt die bis dahin in Russland geltenden byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi.
- 1707 - Johann V. wird König von Portugal.
- 1801 - Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland zusammengeschlossen.
- 1806 - Bayern und Württemberg werden zu Königreichen.
- 1814 - Rheinüberquerung des preußischen Generalfeldmarschalls Blücher bei Kaub
- 1824 - In Preußen werden die ersten öffentlichen Briefkästen aufgestellt.
- 1834 - Der Deutsche Zollverein als Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft, er ist eine Vorstufe des Deutschen Reichs.
- 1842 - In Köln wird die Rheinische Zeitung als Blatt des bürgerlichen Liberalismus gegründet.
- 1858 - Nach Auflösung der Ostindien-Kompanie übt die britische Regierung in Indien die Macht nun direkt aus.
- 1863 - Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit.
- 1872 - Ein einheitliches Strafgesetzbuch für alle deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft.
- 1877 - Königin Victoria von Großbritannien wird Kaiserin von Indien.
- 1885 - Die Brüder Montgolfier überqueren den Ärmelkanal in einem Heißluftballon.
- 1891 - Deutsch-Ostafrika wird deutsche Kolonie.
- 1891 - Die erste Ausgabe des sozialdemokratischen Parteiblatts Vorwärts seit dem Verbot von 1878 erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- 1893 - In Zürich werden elf umliegende Gemeinden eingemeindet.
- 1899 - Ende der spanischen Herrschaft auf Kuba.
- 1900 - In Deutschland tritt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Kraft
- 1900 - Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden.
- 1900 - Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1900 - Jahrhundertfeier im Berliner Zeughaus, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II..
- 1900 - In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wird.
- 1900 - Italiens König Umberto I. erlässt eine Amnestie.
- 1901 - Das deutsche Urheberrechtsgesetz tritt in Kraft.
- 1901 - Das Commonwealth of Australia wird als bundesstaatliche parlamentarische Monarchie mit der britischen Königin als Staatsoberhaupt gegründet. parlamentarische Monarchie
- 1903 - König Eduard VII., König von Großbritannien und Irland, wird Kaiser von Indien.
- 1903 - Die neue Rechtschreibreform im Deutschen Reich, Österreich und in der Schweiz tritt in Kraft.
- 1904 - Ein erstes Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten wird in Bayern eingerichtet.
- 1904 - Das „Büro für Sozialpolitik“ wird in Berlin eröffnet.
- 1904 - Leistungsänderung auf 26 Wochen Leistung im Krankenversicherungsgesetz tritt in Kraft.
- 1905 - Die deutsche Kolonie Togoland wird in Togo umbenannt.
- 1905 - Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn wird neuer österreichischer Ministerpräsident.
- 1906 - Helmuth Johannes Ludwig von Moltke wird als Nachfolger von Alfred Graf von Schlieffen der Chef des Generalstabs der Armee.
- 1907 - Das Rentenzuschussgesetz tritt in Frankreich in Kraft.
- 1919 - Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands.
- 1928 - Die Visumpflicht zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien wird aufgehoben.
- 1928 - In Sierra Leone wird die Sklaverei per Gesetz abgeschafft.
- 1929 - José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua.
- 1929 - Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe.
- 1930 - Die kommunistische Zeitung Daily Worker erscheint erstmals in Großbritannien.
- 1931 - Die NSDAP-Reichsleitung zieht um in das Braune Haus in München.
- 1934 - Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter für Mecklenburg und Lübeck.
- 1934 - Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
- 1934 - Neuer Lordsiegelbewahrer in Großbritannien wird Anthony Eden.
- 1934 - Das Sterilisierungsgesetz, bereits am 14. Juli 1933 verabschiedet, tritt in Deutschland in Kraft. Es sieht vor, dass Menschen, die an so genannten Erbkrankheiten leiden, durch einen chirurgischen Eingriff auch gegen ihren eigenen Willen unfruchtbar gemacht werden können.
- 1934 - Alcatraz wird zu einem Bundesgefängnis der USA umfunktioniert.
- 1935 - Tripolitanien und Cyrenaika, Italiens nordafrikanische Kolonien, werden zur Kolonie Libia zusammengeschlossen.
- 1937 - Um den Bedarf der Rüstungsindustrie zu decken wird im Deutschen Reich die Verwendung von Edelstahl für andere Artikel verboten.
- 1937 - in China wird General Chang Hsüeh-liang wegen angeblicher Anstiftung zum Aufstand in der Provinz Xian von einem Militärgericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.
- 1937 - Anastasio Somoza Garcia wird Präsident von Nicaragua.
- 1937 – Die japanische Komponistin Keiko Abe wird in Tokio geboren.
- 1938 - Juden im Deutschen Reich wird das Betreiben von Einzelhandelsgeschäften und Handwerksbetrieben, das Anbieten von Waren und Dienstleistungen untersagt.
- 1938 - Alle nach den Nürnberger Gesetzen jüdischen Ärzte werden aus der Ersatzkassenpraxis im Deutschen Reich ausgeschlossen.
- 1938 - Aufgrund der steigenden Zahl von Verkehrsopfern wird das Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen geändert. Dazu gehört vor allem das unbedingte Rechtsfahrgebot auf allen Straßen.
- 1938 - Der chinesische Ministerpräsident Chiang Kai-shek legt sein Amt nieder.
- 1938 - Durch eine Änderung des dänischen Erbgesetzes werden uneheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt.
- 1939 - Die Namensänderungsverordnung für Juden im Dritten Reich tritt in Kraft.
- 1939 - Das im Vorjahr eingeführte Pflichtjahr für arbeitslose ledige weibliche Jugendliche unter 25 Jahren gilt ab sofort für alle.
- 1939 - Das am 30. April 1938 beschlossene Jugendschutzgesetz und die Arbeitszeitverordnung treten in Kraft.
- 1940 - Die Studentische Dienstpflicht tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1941 - Änderung des Bürgerrechts in der Schweiz. Eine Aberkennung der Bürgerrechte ist jetzt möglich.
- 1942 - Der weitere Ausbau der Reichsautobahn wird eingestellt. Nahezu 4000 km wurden fertiggstellt.
- 1942 - In Schweden werden Textilien ab sofort rationiert - Einführung der Kleiderkarte.
- 1942 - Die diplomatischen Beziehungen Venezuelas zu Italien, Japan und dem Deutschen Reich werden abgebrochen.
- 1942 - Unterzeichnung der Gründungserklärung der Vereinten Nationen durch 26 Staaten in Washington, D.C..
- 1943 - Auf Vorschlag des Deutschen Normenausschusses beginnt die Woche in Deutschland jeweils sonntags um 0.00 Uhr und endet am darauf folgenden Samstag um 24.00 Uhr. Erst 1976 wird der Wochenbeginn auf Montag umgestellt.
- 1943 - Die erste Panzerarmee an der Ostfront beginnt mit ihrem Rückzug aus dem Kaukasus.
- 1943 - Die Gemeinden Frýdek und Místek werden mit umliegenden Orten zur gemeinsamen Bezirksstadt Frýdek-Místek zusammengeschlossen.
- 1944 - Im Deutschen Reich werden die Postleitzahlen durch das Reichspostministerium eingeführt.
- 1944 - Endgültige Unabhängigkeit für den Libanon und Syrien.
- 1944 - Neuer Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B wird Generalfeldmarschall Erwin Rommel.
- 1946 - Der neuerbaute Flughafen Heathrow Nähe London wird eröffnet.
- 1946 - Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen.
- 1946 - Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok.
- 1947 - Inkrafttreten des Vertrages über die Vereinigung der britischen und amerikanischen Besatzungszone Deutschlands zur Bizone.
- 1948 - Enrico De Nicola wird erster italienischer Staatspräsident.
- 1948 - Neuer Generaldirektor bei VW (Wolfsburger Volkswagenwerk) wird Heinrich Nordhoff.
- 1948 - Verstaatlichung der Eisenbahnen in Großbritannien.
- 1948 - Das Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg tritt in Kraft.
- 1948 - Die zuvor beschlossene republikanische Verfassung tritt in Kraft und macht Italien zur Republik.
- 1949 - Thailand wird Mitglied in der UNESCO.
- 1949 - Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind.
- 1949 - Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück.
- 1949 - Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an.
- 1949 - Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikts über Kaschmir.
- 1951 - Beginn des ersten 5-Jahresplans der DDR.
- 1951 - Vorstellung der deutschen Nationalhymne durch Bundespräsident Theodor Heuss.
- 1951 - Als erster Staat erklärt Indien den Kriegszustand mit Deutschland offiziell für beendet.
- 1952 - Die neue Verfassung Griechenlands tritt in Kraft und regelt die Verteilung von Grundbesitz neu.
- 1953 - Ausrufung der Republik Malediven.
- 1953 - Die Sowjetunion gibt China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück.
- 1953 - Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr.
- 1956 - Der Sudan erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien und Ägypten
- 1957 - Frankreich gibt das Saarland zurück an Deutschland.
- 1957 - Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der DDR in Kraft.
- 1957 - In Deutschland werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2 % gesenkt.
- 1958 - Die Römischen Verträge zur Gründung der EG treten in Kraft.
- 1959 - Mit der Flucht des Diktators Fulgencio Batista kommt Fidel Castro in Kuba an die Macht.
- 1960 - Das Atomgesetz zur friedlichen Kernenergieverwendung tritt in Deutschland in Kraft.
- 1960 - Das erste US-amerikanische Atom-U-Boot, das mit Mittelstreckenraketen bestückt ist, wird in den Dienst gestellt.
- 1960 - Kamerun wird unabhängig von Frankreich.
- 1962 - Samoa wird unabhängig von Neuseeland.
- 1962 - Seine Hoheit Malietoa Tanumafili II. wird Staatsoberhaupt in Sambia.
- 1964 - Guinea erhält von Spanien die volle innere Autonomie.
- 1964 - Singhalesisch wird auf Ceylon alleinige Amtssprache.
- 1965 - Wehrdienstleistende erhalten ab sofort 2,70 DM anstelle von 2,30 DM Sold pro Tag.
- 1966 - Syrien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein).
- 1966 - Militärputsch in der Zentralafrikanischen Republik, Jean Bedel Bokassa übernimmt die Regierung.
- 1967 - Die Kommune 1 um Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans u.a. entsteht durch die Besetzung der Wohnung des Schriftstellers Uwe Johnson in der Berliner Niedstraße 14 im Stadtteil Friedenau.
- 1968 - In der Angestelltenversicherung wird die Versicherungspflichtgrenze in Deutschland aufgehoben.
- 1970 - Über die zugefrorene Elbe gelingt einer achtköpfigen Familie die Flucht aus der DDR nach Niedersachsen.
- 1970 - In Kongo (Brazzaville) wird die Volksrepublik ausgerufen.
- 1971 - Zigarettenwerbung im Fernsehen der Vereinigten Staaten wird verboten.
- 1972 - Indonesiens Präsident [Hadji Mohamed Suharto[]] erlässt eine Teil-Amnestie für die Putschisten von 1965.
- 1972 - Polen und DDR führen den Pass- und Visa-freien Grenzverkehr ein.
- 1972 - Der Österreicher Kurt Waldheim wird Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1973 - Großbritannien, Dänemark und Irland werden Mitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
- 1973 - In Baden-Württemberg tritt die Kreisreform in Kraft: Die Zahl der Landkreise wird von 63 auf 35 reduziert; die 9 Stadtkreise bleiben erhalten.
- 1973 - Dänemark wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft
- 1973 - Der Grundwehrdienst in Deutschland wird von 18 auf 15 Monate verkürzt.
- 1973 - Angola, Mosambique, Kap Verde, Timor, São Tomé, Príncipe und Macao erhalten von Portugal die innere Autonomie.
- 1974 - Die Elternversicherung tritt in Schweden in Kraft.
- 1974 - Finnland: Freihandelsabkommen mit der EG
- 1975 - Die Grenze zur Volljährigkeit wird in Deutschland auf 18 Jahre gesenkt.
- 1975 - Die Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd wird gegründet.
- 1975 - In Nordrhein-Westfalen tritt das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln (Köln-Gesetz) in Kraft.
- 1975 - In Baden-Württemberg werden die ersten 1000 Polizeibeamten mit der sogenannten Chemischen Keule ausgestattet.
- 1975 - In Österreich wird die Fristenlösung bei Schwangerschaftsabbruch eingeführt.
- 1975 - Verfassungsänderung in Schweden. Der König übernimmt nur noch repräsentative Aufgaben
- 1976 - Port Said, Ägypten, am Sueskanal wird zur Freihandelszone.
- 1976 - In der Bundesrepublik Deutschland wird die Gurtpflicht auf Vordersitzen von PKW eingeführt.
- 1977 - Die Bürgerrechtsgruppe Charta 77 wird in Prag gegründet.
- 1978 - Großbritannien, Irland und Dänemark werden Vollmitglieder der Europäischen Gemeinschaft.
- 1979 - Österreich und Ungarn heben die Visapflicht im Reiseverkehr auf.
- 1979 - Eintritt des Kantons Jura in die Schweizerische Eidgenossenschaft.
- 1979 - Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab und erkennen stattdessen die Volksrepublik China an.
- 1980 - Eine Neuregelung der elterlichen Sorgfaltspflicht tritt in Deutschland in Kraft.
- 1980 - Die DDR wird für zwei Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
- 1981 - Griechenland wird EG-Mitglied
- 1981 - Abdou Diouf wird Premierminister in Senegal
- 1982 - Javier Pérez de Cuéllar tritt sein Amt als Generalsekretär der Vereinten Nationen an.
- 1983 - Beat Raaflaub übernimmt die Leitung der Knabenkantorei Basel
- 1984 - Start des Privatfernsehens in Deutschland; PKS nimmt seinen Sendebetrieb aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen am Rhein auf (ab 1985 unter dem Namen SAT1).
- 1984 - Brunei erhält seine volle Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1984 - Nach einem Militärputsch in Lagos wird Mohammed Buhari neuer Regierungschef Nigerias.
- 1985 - Die Schweiz</